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Are all boats rising? 4. Internationale NEPS-Konferenz mit Gastvortrag von Eric A. Hanushek

12.11.2019

Am 7. und 8. November 2019 fand zum vierten Mal die internationale NEPS-Konferenz am LIfBi statt. Gastredner war Prof. Eric A. Hanushek von der Universität Stanford, einer der aktuell renommiertesten Bildungsökonomen weltweit. Auch in diesem Jahr wurden wieder Preise für hervorragende Arbeiten auf Basis von NEPS-Daten verliehen. Die ausgezeichneten Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der schulbedingten Hilflosigkeit, die leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler erfahren können und welche Auswirkungen Hochschulbildung auf Gesundheit und Lohn haben kann.

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Prof. Eric A. Hanushek bei seiner Keynote Lecture zur 4. NEPS-Konferenz 

Trotz einer Vielzahl politischer Maßnahmen zur Verbesserung der Schulleistungen von Kindern aus ärmeren Familien bestehen die Unterschiede im Bildungserfolg in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten nahezu konstant. Zu diesem ernüchternden Fazit kam Prof. Eric A. Hanushek, Ph.D., von der Hoover Institution der Universität Stanford in seiner Keynote auf der 4. Internationalen NEPS-Konferenz in Bamberg. Auch die Frage, ob alle durch die Bildungsexpansion auf ein höheres Niveau kommen („Are all boats rising?“), beantwortete er anhand Analysen unter anderem des National Assessment of Educational Progress (NAEP) und der PISA-Studie negativ. In seinem Vortrag skizzierte er deshalb Strategien zur Verbesserung dieser Situation, insbesondere durch Anreizsysteme bei mehr und weniger benachteiligten Schulen.

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Der Preis wurde in diesem Jahr aufgrund der hohen Qualität der Nominierungen geteilt: Die interdisziplinär zusammengesetzte Jury aus Mitgliedern der LIfBi-Leitungsebene entschied sich zum einen für den 2018 im Journal of the European Economic Dr. Daniel A. Kamhöfer und Dr. Matthias Westphal erhielten den NEPS-Publikationspreis für ihren Beitrag im Journal of the European Economic AssociationAssociation publizierten Beitrag von Dr. Daniel A. Kamhöfer, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Hendrik Schmitz, Universität Paderborn, und Dr. Matthias Westphal, RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen. In ihrer Arbeit analysieren die Autoren anhand der Erwachsenenkohorte des NEPS sowie zusätzlicher Regionalindikatoren die Auswirkungen der Hochschulbildung auf kognitive Fähigkeiten, Gesundheit und Löhne. Herausragend war, dass die Verfügbarkeit von Hochschulen, die individuell verschieden ist, explizit in die Modellierung einbezogen wurde.

ZDr. Anke Heyder erhielt den diesjährigen Publikationspreis für ihren Artikel im Journal Learning and Individual Differencesum anderen ging der diesjährige Preis an Dr. Anke Heyder, Technische Universität Dortmund, und Prof. Dr. Martin Brunner, Universität Potsdam, für ihren Artikel im Journal Learning and Individual Differences. Ihre Analyse anhand der Daten der NEPS-Startkohorte 4 „Klasse 9“ untersucht die Konsequenzen, die Überzeugungen von Lehrpersonal an Schulen für die Erfahrung von Hilflosigkeit leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler haben können.

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