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Gymnasiale Oberstufe und Übergänge in (Fach-)Hochschule, Ausbildung oder Arbeitsmarkt

Im deutschen Bildungswesen bildet die gymnasiale Oberstufe die Brücke zwischen der allgemeinbildenden Schule und den Hochschulen. Mit dem Abitur erwerben die jungen Erwachsenen formal die Zugangsberechtigung zu allen existierenden Studienfächern an allen deutschen Hochschulen und Universitäten. Im internationalen Vergleich ergibt sich hierdurch ein sehr hoher Anspruch an das Abitur. In anderen Ländern werden die Studienberechtigungen entweder überwiegend fächerspezifisch vergeben (z. B. das Baccalauréat in Frankreich oder die A-Levels in Großbritannien) oder durch allgemeine Leistungstests ergänzt (z. B. SAT/CAT in den USA). Der komplexe Anspruch an die gymnasiale Oberstufe, nicht nur für die Vermittlung von Allgemeinbildung und Wissenschaftspropädeutik zuständig zu sein, sondern mit der Vergabe des Abiturs in gewisser Weise auch die allgemeine Studierfähigkeit der jungen Erwachsenen zu garantieren, erweist sich als Einfallstor für verschiedenste Forderungen, die in ihrer Gesamtheit die Oberstufe vor kaum lösbare Aufgaben stellen.

Leider ist gleichzeitig noch immer ein Mangel an empirischen Studien zu konstatieren, die den Leistungsstand von Abiturientinnen und Abiturienten an unterschiedlichen gymnasialen Oberstufen (z. B. berufliche vs. allgemeinbildende Gymnasien) systematisch prüfen, die Vorhersagekraft von Abiturnoten und Schulleistungen kontrastieren und die Rolle von personalen Ressourcen beim Übergang in das Studium oder die Ausbildung beleuchten. Im Rahmen des Nationalen Bildungspanels werden die Abiturientinnen und Abiturienten längsschnittlich über ihre weiteren Bildungsetappen hinweg begleitet. Studien zum Abitur und zum Übergang in die Hochschule bzw. die berufliche Ausbildung haben bislang die Vermittlung des wissenschaftsbezogenen Denkens und Handelns in der Schule noch nicht in ausreichender Tiefe thematisiert.

Unter besonderer Mitwirkung von:


Wissenschaftliche Arbeitsbereichsleitung

Prof. Dr. Ulrich Trautwein
(Hauptansprechpartner)
Universität Tübingen
Professor für Empirische Bildungsforschung
Europastraße 6
72072 Tübingen
+49 7071 29-73931
 
Prof. Dr. Kai Maaz
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
Warschauer Straße 34-38
10243 Berlin
+49 30 293360-45

Operative Leitung